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BIM4FM

 

F&E-Projekt „BIM für das Bestandsimmobilienmanagement"

Die Digitalisierung in der Bauwirtschaft schreitet insbesondere durch die Einführung der neuen digitalen Arbeitsmethode „Building Information Modeling (BIM)“ stetig voran. Auf Grundlage digitaler Modelle, die neben der dreidimensionalen Bauwerksgeometrie die semantischen Informationen der Bauteile inklusive der Relationen umfassen, gilt es alle relevanten Eigenschaften – von funktionalen und technischen über beschreibenden bis hin zu kaufmännischen Informationen – abzubilden. Die Abstraktionsstufen dieser Modelle reichen von groben Modellen der Baukörper bis hin zur detaillierten Modellierung einzelner konstruktiver Bauteile und technischer Komponenten wie die der TGA.

BIM ist jedoch nicht auf die Neuplanung und Realisierung von Bauwerken beschränkt. Die Vorteile von BIM liegen vielmehr in der Anwendung über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks und damit auch in der Betriebs- (z.B. Facility Management) und den Umbauphasen. Dies gilt selbst dann, wenn – wie derzeit noch bei vielen Bestandsimmobilien – keine im Planungs- und Bauprozess erstellten Modelle genutzt werden können. Während bei vorhandenen Planungsmodellen diese nach Verifikation des tatsächlich gebauten Zustandes (as-built) gegen die Planung (as-planned) in der Betriebsphase weiterverwendet werden können, ist der aktuelle Zustand (as-is) bei fehlenden Modellen zunächst zu erfassen. Zur Erfassung gehören sowohl die vermessungstechnische Erfassung und Modellierung der Geometrie (Aufmaß) als auch der Klassifikation der Bauteile und deren semantischer Information.

Vor diesem Hintergrund werden in diesem Projekt in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Individualisierte Bauproduktion der RWTH Aachen und der AACHENER GRUNDVERMÖGEN Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH drei Ziele verfolgt, nämlich

  1. Erfassung von Geometrie, Semantik und verdeckten Bauteilen von Bestandsgebäuden als BIM-Modell unter Nutzung verschiedener marktverfügbarer Messtechniken: Dazu werden Tests und Analysen bekannter als auch alternativer Techniken (insbesondere zur Erfassung verdeckter Bauteile) durchgeführt und bezüglich ihrer Möglichkeiten und Eignung im Hinblick auf die Anwendungsfälle beim Immobilienmanagement bewertet. Ziel ist eine möglichst hohe Effizienz bei hinreichendem Genauigkeitsgrad des Aufmaßes.

 

  1. Verwendung der BIM-Modelle als Basis des Bestandsimmobilienmanagements:

Erarbeitung von Anforderungen an bzw. Spezifikationen für das BIM-Modell bezüglich geometrischem und semantischem Detaillierungsgrad und Übereinstimmung mit der Realwelt im Hinblick auf die verschiedenen Anwendungsfälle der Bewirtschaftung von Bestandsimmobilen.

 

  1. Erkundung von Möglichkeiten zur Automatisierung:

Eine Modellierung sowohl für die Geometrie als auch die Semantik kann nur bei einem möglichst hohen Automatisierungsgrad wirtschaftlich effizient gelingen. Deshalb werden anhand der Ergebnisse der Projektteile A und B Potentiale für den Einsatz von Automatisierungstechnologie sowohl für die geometrische als auch die semantische Modellierung (verdeckter) Bauteile entwickelt.

 

Ansprechpartner

 

Prof. Dr.-Ing. Jörg Blankenbach
Mies-van-der-Rohe-Str. 1
52074 Aachen
Tel.: +49-241-809-5300
Fax: +49-241-809-2142

Dr.-Ing. Ralf Becker
Tel.: +49-241-80-95288
Fax: +49-241-80-92142

M.Sc. Raymond Wollenberg
Tel.: +49-241-80-95281
Fax: +49-241-80-92142

M.Sc. Jan Martens
Tel.: +49-241-80-95290
Fax: +49-241-80-92142