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Wilhelm Werner

Zu Helmerts Nachfolger wurde 1886 der Geheime Regierungsrat Wilhelm Werner berufen, seinerzeit Assistent am Geodätischen Institut in Berlin. W. Werner, geb. am 13. Juni 1850 in Mühlhausen/Thüringen, gest. am 12. Mai 1935, hatte an der Gewerbeakademie in Berlin Ingenieurwissenschaften studiert und war 1873 Assistent am Geodätischen Institut unter General Baeyer geworden. Als solcher nahm er an verschiedenartigen geodätischen Arbeiten teil, die zum Arbeitsplan der europäischen Gradmessung gehörten, wie Triangulierungen, trigonometrische Höhenmessungen und Polhöhenbestimmungen. Er blieb bis zum Oktober 1902 an der TH Aachen, um dann einem Ruf als Professor für Geodäsie an die TH in Charlottenburg als Nachfolger für den verstorbenen Geheimrat Prof. Doergens Folge zu leisten. Er stellte seine ganze Kraft in den Dienst des Hochschulunterrichts. Es war ihm ein wesentliches Anliegen, die Studierenden nicht nur theoretisch auszubilden, sondern auch und insbesondere praktisch zu schulen. Die Wurzeln hierfür sind einerseits in der langjährigen praktischen Erfahrung und Tätigkeit des W. Werner am Geodätischen Institut in Berlin begründet, wo er vielfältigste trigonometrische und nivellitische Messungen ausführen konnte, aber auch in der Person Werners zu suchen, der die Feldarbeit liebte und seine Beobachtungen schon draußen mit peinlicher Sorgfalt berechnete. So ist es nur konsequent, dass er in seiner Zeit in Aachen an der vermessungstechnischen Vorbereitung und Betreuung mehrerer Talsperren, wie z. B. der Urfttalsperre, in der nahegelegenen Voreifel beteiligt war.

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